Mittwoch, 18. März 2015

Das Licht zwischen den Meeren

Kein leicht zu lesendes Buch. Zu traurig ist das Thema, zu beklemmend ist teilweise die Atmosphäre. 
Und doch fand ich es sehr lesenswert: 
Nach dem ersten Weltkrieg kehrt Tom Sherbourne 1920 traumatisiert von der Front zurück nach Australien, hin- und hergerissen zwischen der Erleichterung, den Krieg überstanden zu haben und dem Gefühl, sein Leben nicht verdient zu haben. Er nimmt eine Stelle als Leuchtturmwärter vor der Küste Australiens an , auf einer kleinen Insel, lediglich durch ein alle paar Monate anlaufendes Versorgungsschiff verbunden mit dem Festland. Bei einem seiner raren Landurlaube lernt er Isabel Greymark kennen und lieben, welche ihm trotz aller Entbehrungen auf die Insel Janus Rock folgt. Doch das Leben meint es nicht gut mit den beiden: Isabel erlebt eine Fehlgeburt nach der anderen und verschließt sich immer mehr. Eines Tages jedoch, wird ein Boot am Strand angetrieben. An Bord: die Leiche eines junge Mannes und ein zwei Monate altes Baby. Isabel kann nicht anders, als sich dieses kleinen Wesens anzunehmen und bringt Tom dazu, entgegen der Vorschriften, das Kind als ihr eigenes auszugeben. Doch darf sie so selbstsüchtig sein? Ist nicht irgendwo eine am Boden zerstörte Mutter, die um ihr vermeintlich totes Kind trauert? Verlangt sie von Tom und ihrer Ehe nicht zuviel,sie zu schützen?

„Wenn es um ihre Kinder geht, werden Eltern nur von ihren Instinkten und der Hoffnung getrieben. Regeln und Gesetze spielen keine Rolle."

Dienstag, 10. Februar 2015

Die Geschichte der Liebe.

Dieses Buch hat gemischte Gefühle bei mir hinterlassen. Der Schreibstil ist sehr schön und angenehm zu lesen, allerdings haben die viele unterschiedlichen Handlungsstränge immer wieder Verwirrung bei mir gestiftet.


Hier ein Versuch, die Geschichte wiederzugeben, ohne zu viel zu verraten: Es geht um Leo Gursky, ein jüdischer Pole, der in Alma verliebt ist und in den 20er Jahren ein Buch für sie schreibt. Dieses Buch heisst "Die Geschichte der Liebe". Als der zweite Weltkrieg ausbricht emigriert Alma in die USA. Leo folgt ihr einige Jahre später und gibt das Manuskript seines Buches jemanden zur Verwahrung. Das Buch wird veröffentlicht, ohne, dass Leo davon weiss. Leo findet Alma, findet aber nicht zu ihr. Er lebt als alter kauziger Mann in New York. Am besten gefällt er sich in der Rolle des alten Ekels, aber eigentlich ist er ein wunderbarer Mann.

Parallel wird die Geschichte der 14jährigen Alma erzählt, die nach der Alma aus dem Buch benannt wurde. Die junge Alma kennt das Buch, denn ihr Vater schenkte dies einst ihrer Mutter. Die wiederum hat den Auftrag, das Buch für einen Mann zu übersetzen. Dadurch kennt Alma das Buch und macht sich auf die Suche nach dem Schriftsteller, bzw. dem Mann, der es übersetzt haben möchte.Dazwischen gibt es noch weitere Handlungsstränge, viele Erzählungen rund um Leo, die teilweise Wirklichkeit, teilweise Fiktion sind. Es war einmal... Das alles ergibt eine, wie ich finde, etwas verwirrende Geschichte, die mich dennoch nicht los liess. Vieles erschloss sich mir erst später, was ich prinzipiell an Büchern mag, was mich aber auch dazu brachte, es möglich schnell und regelmäßig zu lesen, damit ich die Zusammenhänge nicht aus den Augen verliere.Es geht um die Liebe und um das Suchen und finden von den Menschen, die einem wichtig sind. 

Montag, 2. Februar 2015

Throne of Glass

Am Wochenende ausgelesen und für sehr spannend befunden: 
Die Cover haben mich, ehrlich gesagt, erstmal wieder abgeschreckt, aber beim Lesen auf dem Kindle ist das ja zum Glück egal.
Celaena Sardothien war einst die gefürchteste Assassinin, dabei ist sie eine Frau und erst 19 Jahre alt. Doch all das gehört nun der Vergangenheit an, denn inhaftiert in den finsteren Salzminen Endovirs , dazu verdammt zu sterben, fristet sie ihr Dasein. Eines Tages jedoch taucht Prinz Dorian auf und unterbreitet ihr ein erschreckendes Angebot: wenn sie es schafft, sich in einem Wettkampf gegen ihre Gegner durchzusetzten, wird sie der Champion des Königs von Ardalan und damit seine persönliche Vollstreckerin. Nach 4 Jahren in seinen Diensten soll sie, soweit sie überlebt hat, frei sein. Persönlicher Henker des Mannes, der seit Jahren Angst und Schrecken in der Welt verbreitet, der seine Macht mit einer Skrupellosigkeit und Brutalität ausweitet, die alle erschauern lässt, des Mannes, der ihre Eltern und ihr Volk tötete. Celaena steht vor einer folgenschweren Entscheidung, doch was bleibt ihr anderes übrig?

Der erste Teil war zunächst noch etwas mühsam: viele neue Personen in einer Fantasywelt, die man sich erst erobern muss, mit fremden Namen und zunächst undurchsichtigen Sagen und Gestalten. Der zweite Teil aber ist sehr, sehr spannend und zeigt, in welche Richtung die ganze Geschichte geht. Zum Glück gibt es den 3. Teil bereits auf englisch, so dass ich nahtlos weiterlesen konnte. Aber der 4. Teil kommt leider erst im Herbst raus.

Donnerstag, 22. Januar 2015

Das Gewicht des Himmels.


Die Geschichte beginnt im Sommer 1963. Alices ist 13 Jahre alt, ihre Schwester Natalie 17. Die Mädchen verbringen jeden Sommer  in einem Ferienhaus am See. In diesem Sommer lernen sie den Maler Thomas Bayber kennen. Er macht Ferien im Nachbarhaus. Alice ist fasziniert von der Natur, streift stundenlang durch die Wälder und besucht immer mal wieder Thomas. Natalie scheint kein Interesse an dem 30jährigen Maler zu haben.


Alice und Natalie sind wie Feuer und Wasser, wie Tag und Nacht. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein. Als Alice ein gemaltes Bild von ihrer Schwester in Thomas` Haus findet, bricht für sie eine Welt zusammen. Sie verlieren sich aus den Augen und treffen sich Jahre später wieder in diesem Sommerhaus.

Schnitt. Thomas Bayber, mittlerweile ein älterer Herr und weltberühmter Künstler, beauftragt Dennis Finch und Stephen Jameson zwei Teile eines Bildes, welches er im Sommer 1923 gemalt hat, zu finden. Auf dem Mittelteil sieht man Thomas, Alice und Natalie. Es fehlen die beiden Seiten, um das Triptychon perfekt zu machen. Die Männer machen sich auf die Suche nach den Bildern. Ihr Weg führt sie natürlich zu Natalie und Alice, deren Geschichte parallel weiter erzählt wird.

Eine für mich packende Familiengeschichte, die hier und da ein paar Längen hat, über die man aber getrost hinweglesen kann. Alice ist eine wundervolle Frau, Natalie ein Biest. Thomas spielt zum Ende nur noch eine Nebenrolle. Finch ist mir ans Herz gewachsen, dieser ältere Professor, der immer wieder in Gedanken mit seiner verstorbenen Frau spricht.

Ob die beiden Bilder gefunden werden und welche Geheimnisse durch die Suche aufgedeckt werden, werde ich natürlich nicht verraten. Nur so viel: Gänsehaut ist vorprogrammiert!

Ich würde diese Roman auf jeden Fall verschenken. Daumen hoch.

Liebe Grüße, Bine
Das Gewicht des Himmels, Tracy Guzeman

Mittwoch, 21. Januar 2015

Magisterium - Der Weg ins Labyrinth

Was für ein spannender Auftakt für eine neue Serie: 
Callum ist alles andere als der strahlende Held. Geschlagen mit einem lahmen Bein, versucht er, sich durch Schlagfertigkeit in der Schule gegen seine Mitschüler durchzusetzen und ist schon immer ein Außenseiter gewesen.  Hinzu kommt, dass sein alleinerziehender Vater nicht müde wird, ihm zu erzählen, dass er niemandem trauen soll. Schon gar nicht den Magiern, die regelmäßig unter den Kindern die mit magischen Fähigkeiten auszuwählen, um sie in ihrer Schule für Zauberei zu unterrichten. Und darum wird Callum auch alles tun, um die angesetzte Aufnahmeprüfung gründlich zu vermasseln ...

"Die Magier interessieren sich für nichts und niemanden außer für den Fortschritt ihrer Studien. Sie nehmen Familien ihre Kinder fort. Das sind Ungeheuer. Sie veranstalten Experimente mit Kindern. Sie tragen die Schuld am Tod deiner Mutter."