Montag, 21. Mai 2012

Buchempfehlung: Plötzlich Fee

Was für ein selten blöder deutscher Titel für eine tolle Buchreihe:
"Plötzlich Fee" von Julie Kagawa.
Er erinnert an dümmliche Teenieromanzen und rosa Krönchen und damit haben diese Bücher nichts zu tun. 

 
Im Amerikanischen heißen sie "The Iron Fey", "The Iron Daughter" und "The Iron Queen", denn Eisen ist die stärkste Bedrohung der Feen. Es zerfrisst sie von innen und tötet sie. Es zerstört ihren Wald und übernimmt in Form von sog. Eisernen Feen die Macht über das Nimmernie, die Welt der Feen. All das weiß Meghan Chase natürlich nicht. Sie ist ein stinknormales Mädchen in einer langweiligen Highschool. Sie himmelt (zusammen mit 1.000 anderen Mädchen) den Captain des Footballteams an und weiß, daß sie keine Chance hat. Sie ist Durchschnitt, nicht beachtenswert, jemand, über den man gemeine Scherze macht, sich aber nicht mit ihm befasst. Ihr kleiner Bruder spricht mit Schwarzen Männern, die unter seinem Bett wohnen, aber was weiß er schon? Er ist ein Kind. Und ihr bester Freund Robbie? Immer da, wenn sie ihn braucht, aber ist das nicht normal? Und plötzlich ist alles anders. Plötzlich findet sie sich wieder in einer völlig fremden Welt, die sie durch den Schrank ihres Bruders betritt, der entführt wurde, nur von wem? Sie muss ihn retten und erfährt von der Welt der Feenhöfe. Und sie trifft Ash, den Winterprinzen, ihren größten Feind. Denn Meghan gehört zum Sommerhof und soviel weiß selbst sie nach kurzer Zeit:
Sommer und Winter können niemals zueinander finden...

Eine tolle fantasievolle Geschichte.
Absolut empfehlenswert für Freunde der "All Age Literatur".
Teil 3 habe ich leider auch schon durch, Teil 4 erscheint erst im August.
Wie soll ich das bloß aushalten? *lach*

Donnerstag, 17. Mai 2012

Buchempfehlung: Eigensinnige Frauen

Ich bin mit meinem Buch zum Buchthema Mai/ Juni ("Lies eine Biographie!) durch. Da ich mich nicht für eine entscheiden konnte, habe ich mir das Buch "Eigensinnige Frauen" gekauft und mich auf zehn Portraits und Kurzbiographien von bekannten und weniger bekannten Frauen gefreut. 


Ich wurde nicht enttäuscht! Wer einen kurzen Einblick in in das Leben dieser Damen haben möchte, ist mit diesem Buch bestens bedient. Der Autor Dieter Wunderlich spannt einen großen Bogen von Johanna von Orlèans, über Madame Pompadour, Marie Curie, Coco Chanel, Frida Kahlo und Ulrike Meinhof. Gänzlich unbekannt waren mir bisher Maria Ward, Maria Sybilla Merian und Rahel Varnhagen.

Bei den bekannten Damen hatte ich erwartet das Übliche zu lesen. Wir alle sollten wissen, dass Marie Curie die Radioaktivität entdeckt hat, aber wusstet Ihr, dass sie gebürtige Polin war und mit dem Namen Marya Skoldowska auf die Welt kam? Wisst Ihr, warum das bekannte Parfum Chanel No. 5 so heisst, wie es heisst? Oder, dass das Vergessen eines Regenschirmes Frida Kahols Leben völlig aus der Bahn geworfen hat? Mir haben diese vielen kleinen Einzelheiten, die Dieter Wunderlich zusammengetragen hat, besonders gut gefallen.

Mein Fazit: lesenswert!



Donnerstag, 3. Mai 2012

Empfehlung: Adressat unbekannt

Vergangene Woche erhielt in ein kleines Päckchen von einer mir unbekannten Blogleserin, die meinte, ich teile das gleiche Hobby wie sie, nämlich Büchersammeln. Liebe Y., wie kommst Du nur darauf? ;-)

In dem Päckchen war ein kleines Buch, nur 64 Seiten, der Titel lautet: Adressat unbekannt.


"Es ist eine Geschichte, die traurig macht, mich auch ein klein wenig geschockt hat, aber dennoch verdammt gut ist!" Y., ich stimme Dir voll und ganz zu! Natürlich habe ich das Büchlein am gleichen Abend gelesen und ich muss nicht nur der unbekannten Blogleserin recht geben, sondern auch Elke Heidenreich, die ein Nachwort zu dieser Geschichte verfasst hat: "...Adressat unbekannt sollte Schullektüre werden, Pflichtlektüre für Studenten, es sollte in Zeitungen abgedruckt werden und in den Cafés diskutiert werden."

Die Geschichte, geschrieben von Mrs Kressmann Taylor im Jahr 1938, wurde damals im New Yorker Story Magazine veröffentlicht. Es ist eine Geschichte in 18 Briefen und einem Telegramm und die damalige Resonanz war enorm! Nach einer weiteren Veröffentlichung 1939 in Reader's Digest, geriet dieses kleine Meisterstück in Vergessenheit, bis Story es 1992 noch einmal abdruckte.

Auf den Inhalt möchte ich hier gar nicht eingehen und sage nur so viel: ab dem vierten Brief wird Euch schon der Atem stocken, ab dem sechsten Brief werdet Ihr Unbehagen verspüren und ab dem achten Brief ist das Drama zum Greifen nahe!

Liebe Y., tausend DANK für dieses wunderbare Buch!

Das Büchlein, welches ich geschenkt bekommen habe, wurde anlässlich des "Welttages des Buches/ Lesefreunde" gedruckt. 1.000.000 Bücher (25 herausragende Werke) wurden Mitte/ Ende April in einer Sonderedition gedruckt und kostenfrei verteilt, um sie zu lesen und weiter zuverschenken! Eine, wie ich finde, großartige Aktion!


Adressat unbekannt, 64 Seiten, Kressmann Taylor, Verlag: rororo


Dienstag, 1. Mai 2012

Buchthema Mai & Juni 2012

Neuer Monat, neues Lesevergnügen. Hier kommt das Thema der Monate Mai & Juni:

"Lies eine Biographie!"

Caro liest:
Bine liest: 



Wir sind gespannt, welche Biographien Ihr auswählen wird!
Viel (Lese-)vergnügen!

Montag, 30. April 2012

Heute findet das Buch-Thema März/April seinen Abschluß. 
Das Thema lautete: 
"Lies ein Buch, dessen Geschichte in Indien spielt!"
Mr. Linky ist jetzt freigeschaltet, damit ihr direkt euer posting verlinken könnt. Bitte gebt euren Namen und danach in Klammern euer gelesenes Buch an, wenn ihr euch in die Liste eintragt:

Morgen gibt es das nächste Thema!

Dienstag, 24. April 2012

Kuss des Tigers

Ich hab mich kurzfristig noch umentschieden und ein anderes Indien-Buch gelesen, als ich eigentlich geplant habe, nämlich "Kuss des Tigers" von Colleen Houck.

Kelsey, eine junge Amerikanerin, nimmt für zwei Wochen einen Ferienjob in einem Zirkus an. Sie soll dort Ställe ausmisten und beim Kartenverkauf helfen. Die Attraktion des Zirkus aber ist ein weißer, indische Tiger. Zwischen Kelsey und dem Tiger scheint sofort eine besondere Verbindung zu bestehen, sie hat keine Angst vor ihm und kann ihn schon nach sehr kurzer Zeit streicheln und ist immer öfter in seiner Nähe. Eines Tages taucht ein geheimnisvoller Mann auf und unterbreitet ihr das Angebot, den Tiger auf seinem Weg in ein Reservat in Indien zu begleiten. Begeistert sagt sie zu und kann ihren Augen kaum trauen, als sie das Geheimnis des Tigers lüftet.

Das klang wirklich spannend, aber das Buch war irgendwie nicht so meins. Die Hauptfigur redet unheimlich viel, teilweise fand ich das sehr nervend. Die Abenteuer in Indien sind zwar spannend, aber irgendwie haben sie mich nicht gepackt, was auch an der Komplexität der indischen Mythologie in dieser Geschichte gelegen haben kann. Und insgesamt fand ich das Buch leider eher langweilig. Die Fortsetzungen werde ich nicht kaufen. 
Schade!

Montag, 16. April 2012

Alle Pferd gut, alle Mensch nicht gut! {Shantaram}

"Shantaram", mein Indienbuch, habe ich von meiner Schwägerin geschenkt bekommen, mit dem Satz: "Dies ist einer meiner allerliebsten Romane!". Nachdem ich mich durch dieses 1.088-Seiten-starke Taschenbuch gelesen habe, kann ich ihr nur zustimmen und sagen: "Shantaram ist nicht mein Lieblingsbuch, aber es steht ganz weit oben auf der Liste meiner liebsten Bücher !"


Lindsay saß zwei Jahre im australischen Gefängnis, ist nun auf der Flucht vor Interpol und landet irgendwie in Bombay. Schnell lernt er den sympathischen jungen Inder Prabaker kennen, der sich rührend um ihn kümmert, ihm die Stadt zeigt und das Leben in Bombay erklärt. Durch Prabaker wird Lindsay zu Shantaram, der Hindi, Marathi und weitere Sprachen Indiens erlent und sich schnell in sein Bombay verliebt. Shantaram "Mann des Friedens", den alle nur Lin nennen, zieht zu Prabaker in einen indischen Slum und kümmert sich dort um die Armen und Hilfsbedürftigen. Keiner von den rund 25.000 Bewohnern ahnt, dass Lin auf der Flucht ist.

Gleichzeitig lernt er Karla, eine geheimnisvolle Frau mit Kontakten zur Bombayer Unterwelt, kennen und schon ist Lin mitten drin in der Mafia Szene Bombays, knüpft dort viele Kontakte, findet auch dort Freunde, aber auch Feinde. Er fälscht Pässe, handelt auf dem Schwarzmarkt, arbeitet für die Bollywood Filmszene, knüpft Kontakte zu Medikamentenhändlern, er zieht in den Krieg nach Afghanistan, er verliebt sich und verliert liebgewonnene Freunde durch den Tot. 

Dieses Buch ist einfach grandios und nicht in ein paar Sätzen zusammen zu fassen!

Roberts schreibt aus der Ich-Perspektive und das hat einen guten Grund, denn vieles, was Lin erlebt und durchlebt, ist seine eigene Lebensgeschichte! Der Schreibstil ist wunderbar, selbst genauere Landschaftsbeschreibungen, die ich gerne schonmal überfliege, habe ich mit Genuss Zeile für Zeile gelesen.

Hollywood ist auf diese Geschichte übrigens schon aufmerksam geworden und ich bin gespannt, ob und wann sie verfilmt wird.


Mein Fazit: absolut lesenswert!